Robert Finley – eine Liebeserklärung.

Highlights, Musik

Wenn man sich einmal entschließt nur einen kurzen Beitrag zu posten, um einfach ganz fix auf dieses großartige Video und diese unglaublich tolle Stimme dieses einen Sängers aus Louisiana hinzuweisen und dann feststellen muss, dass die Geschichte des Mannes so sagenhaft ist, dass der ganze Plan zunichte ist. Eine nicht ganz so kurze Liebeserklärung an Robert Finley.


Robert Finley ist Soul- und Bluessänger und das schon ziemlich lange. Finley ist nämlich kein respubertärer Teenager wie Justin Bieber und Co., sondern ein gestandener Mann in seinen frühen 60ern. Die Musik war jedoch immer da, wenn auch lange Zeit mehr als Hobby denn als Beruf. So spielte er als Straßenmusiker in der Kleinstadt Bernice in Louisiana und in Arkansas, als singender und Gitarre spielender Leiter einer Armeeband und in einer Gospel Group. Unterricht hatte er nie. Finley ist einer dieser Typen, denen die einfach Musik im Blut liegt. Seine Brötchen verdiente er als Tischler, bis er sein Augenlicht so weit verlor, dass er nicht mehr arbeiten konnte.

Ein glücklicher Zufall sorgte dafür, dass ein Mitglied der Music Maker Relief Foundation, einer Non-Profit-Organisation zur
Unterstützung älterer und unterpreviligierter Musiker, an ihm vorbeilief als er auf den Straßen Arkansas musizierte. Im Herbst 2016 verhalf diese Begegnung Finley schließlich zu seinem Debütalbum “Age Don’t Mean A Thing”, das recht schnell die Aufmerksamkeit des The Black Keys-Frontmann Dan Auerbach erregte. Wer The Black Keys kennt, wird ahnen… das passt, wie die Faust aufs Auge.Und so kam es, wie es kommen musste: Am 8.Dezember erschien Finleys neues Album “Goin’ Platinum”, auf dem Auerbach nicht nur mitschrieb, sondern das er auch produzierte. Ebenfalls ihren Beitrag zum Songwriting haben Legenden wie John Prine, Nick Lowe und Pat McLaughlin geleistet

„Diese Typen sind Legenden ihrer Zeit. Ich bin dankbar, Teil dieses Teams zu sein und mit derartig außergewöhnlichen Musikern zusammenzuarbeiten. Wir haben uns den Soul und den Rock and Roll geschnappt und einen Teufelskerl von einem Album aufgenommen.“ (Robert Finley)

Eine Begeisterung, die offenbar auf Gegenseitigkeit beruht:

„[Robert] ist ein alter Bluesgitarrenspieler, wenn er jedoch erst einmal seine Gitarre weggelegt hat, kannst du ihn vor ein Orchester setzen und er singt gleich beim ersten Take so gut wie Ray Charles. Seiner Stimme wohnt eine unfassbare Größe inne und er weiß einfach, wie er das Ding reinmacht – immer.“ (Dan Auerbach)

Und auch wenn man – so wie wir – mit Blues und Soul eigentlich wirklich gar nichts anfangen kann… Robert Finley sollte man sich anhören. Der Mann ist großartig! Es lohnt sich! Versprochen!

Weitere Infos:
Robert Finley online.
Robert Finley bei Faecbook.